Vernetzung ist für mich ein wichtiger Grundstein für Lernen und Arbeiten in einer sich rasch wandelnden Welt. Gedrucktes kann schnell veralten. Ein Einzelner kann nicht mehr immer alles wissen. Eine komplexe Aufgabenstellung kann kaum alleine gelöst werden. Es braucht ein Netzwerk von Menschen, um Wissen aktuell zu halten, anzuwenden und Neues zu kreieren.

Von Hugh Macleod, gapingvoid

Vernetzung ist dabei Teil des Persönlichen Wissensmanagements. Ich suche mir wertvolle Quellen, lerne von ihnen und teile wieder mit ihnen. Dank Gesprächen oder Lesen von Beiträgen kann ich direkt vom Erfahrungswissen anderer profitieren. Zeige ich meine eigene Arbeit und stelle sie zur Diskussion, erhalte ich wertvolles Feedback, das mich weiterbringt. Und helfe anderen dabei, weiterzukommen. Diese Art des individuellen und flexiblen Lernens kann dank des Internets von jedem Einzelnen jederzeit aufgebaut werden.

Wird Vernetzung auf Organisationsebene ermöglicht, fördert dies organisationales Lernen, Wissensmanagement, Zusammenarbeit und Innovation. In allen Organisationen gibt es bereits Menschen, die sich untereinander austauschen und miteinander lernen. Dies muss gefördert und dem Netzwerk die richtige (Lern)Umgebung und die notwendige Anerkennung gegeben werden, damit es wachsen kann.

Findet Vernetzung auch über Grenzen der Organisation statt, können Communities of Practice entstehen. Das Lernen kann dank unterschiedlichen Perspektiven der Teilgebenden noch vielfältiger und reicher werden. Fehlen aufgrund der Grösse der Organisation oder der eigenen Spezialisierung Menschen zum Austausch innerhalb einer Organisation, kann dank CoPs die Isolation verlassen und Wertschätzung von aussen erhalten werden.

Sketchnote von Giulia Forsythe

Um Netzwerke zu verstehen, soll ihre Kraft erfahren werden. Wer ein Barcamp besucht und wertschätzenden Austausch erlebt hat, wird diesen mit grosser Sicherheit erhalten wollen und sich dazu vernetzen. Ein Working Out Loud Circle lässt erfahren, wie wertschätzende Beziehungen aufgebaut werden können und erkennen, wie man zu einer Community beitragen kann. Persönliches Wissensmanagement kann eigentlich jeder betreiben- manchmal braucht es aber zu Beginn Unterstützung im Wie. Und die Etablierung einer Lerngemeinschaft kann durch strukturiertes Community Management gefördert werden.

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