Die Notwendigkeit neuer Ausbildungskonzepte ergibt sich für mich durch den Umstand, dass in der heutigen Arbeitswelt Lernen nie zu Ende ist und Aufgaben kaum mehr alleine erledigt werden können. Anstelle starrer, auf Wissensspeicherung basierender Abschlüsse muss der Weg zu einer auf Selbstlernkompetenz und Teamfähigkeit ausgerichteten und mit der digitalisierten Arbeitswelt verknüpften Bildung führen. Dies erfordert eine fundamentale Änderung der Bildungsangebote.

Interdisziplinäre und komplexe Aufgabenstellungen lösen modulares Lernen und Denken ab. Damit wird auch Selbstreflexion über Lernziele und Lernbedürfnisse gefördert, ein selbstbestimmter und individueller Lernweg angestossen.
Reine Wissensvermittlung geschieht selbstgesteuert mit jederzeit und überall verfügbaren Lernressourcen. Präsenzzeit wird für Fragen, Anwendung und Vertiefung genutzt.
Digitale Kompetenzen sind integraler Bestandteil der Ausbildung, in die Lehrsettings und Aufgabenstellungen eingewoben, durch die Lernumgebung gefördert und von allen Akteuren vorgelebt.
Teamarbeit ist die Norm. Kollaboration, Kommunikation, Empathie und gegenseitige Wertschätzung erhalten einen hohen Stellenwert.
Ein (digitales) Portfolio macht das Geleistete sichtbar und dient als Basis für dessen Anerkennung. Noten werden dementsprechend nicht für die Lösung einer Aufgabenstellung vergeben, sondern basieren auf Tiefe und Breite eines längerfristigen Kompetenzerwerbes. 

Wie solch eine Ausbildung konkret aussehen kann, haben wir in den letzten Jahren im neuen Studiengang Data Science der FHNW ausgearbeitet und umgesetzt. Meine Schwerpunkte in diesem Projekt sind die Lernumgebung, die Einbettung der Digitalen Kompetenzen und die Begleitung der Fachexperten „überfachliche Kompetenzen“.


Über den Studiengang BSc Data Science

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