Dass der erste Kurstag von „Bringing your Meetings & Workshops Online: Confident, Creative & Convincing“ von Nadia von Holzen und Corinne Sprecher gleich mit der Verschärfung der Corona-Situation und dem Lockdown zusammenkommen würde, hätte keiner der Kursteilnehmer gedacht, als wir uns im Februar dafür anmeldeten. Irgendwie hatte die Realität uns eingeholt. So hatten wir alle die einmalige Gelegenheit, das Gelernte- besser, das im Kurs selbst Erfahrene- gleich im Alltag umzusetzen. Und es war sehr viel, dass wir mitnehmen durften! Ich danke all meinen Studierenden, Mit-Dozierenden und anderen Weggefährten, dass sie mich viele Dinge ausprobieren liessen und es auch ertrugen, wenn mal was schief ging.

Aus dem Kurs und den Erfahrungen ist unter anderem mein Dokument Tipps für Online Meetings & Workshops und Ideen für soziale Aktivitäten entstanden, dass dann zum Videointerview mit Philippe Wampfler geführt hat. Und die Lust, weitere liberating structures Elemente in Meetings zu bringen.

Daneben beschäftigt nicht nur mich die Frage, was wir aus der „Voll-Online-Zeit“ für die Gestaltung unserer Meetings und Workshops mitnehmen können. Welche Mischungen von asynchronen und synchronen Tätigkeiten können eine Umgebung schaffen, in der sich möglichst alle Teilnehmer mit all ihren unterschiedlichen Arbeitsweisen und Vorlieben wohl fühlen. Damit meine ich speziell auch Gruppen mit eher introvertierten Menschen, die sich in Präsenz-Brainstorming-Sessions überfordert fühlen, und eher extrovertierten Menschen, die nichts öder finden, als in ein gemeinsames Google Doc zu schreiben.

Die momentane und wohl für eine Weile noch anhaltende Halb-Halb-Situation mit der Öffnung der Arbeitsstätten für Präsenz aber der gleichzeitigen Empfehlung, noch möglichst im Home Office zu arbeiten, bietet die ideale Ausgangslage, diese Fragen noch mehr auszuloten. Ich freue mich darauf!

Virtual Meeting PowerUps- Grafik von Maggie Chumbley, gefunden auf LinkedIn

Photo by Elena Koycheva on Unsplash